GEA TDS bietet für Technologen und Produktentwickler im Lebensmittelbereich eine modulare Technikumsanlage an - konzipiert für Forschung, Entwicklung und zur Abbildung produktionsnaher Prozesse im Labormaßstab wie als auch zur Vorserienproduktionen.
Behandelt werden niedrig bis hochviskoser Lebensmittel wie Milch, Joghurt, Fruchtzubereitungen, Puddings, Soßen und Dressings. Die modular aufgebaute Anlage besitzt je nach Produkt eine variable Durchsatzleistung zwischen 100 und 500 l/h.
Auf Grund der großen Bandbreite der zu erwartenden Produkte sind alle produktberührten Anlagenteile in Werkstoff 1.4404 oder höherwertig ausgeführt um Korrosionsprobleme durch Chloride, niedrigem pH-Wert bei hohen Temperaturen zu vermeiden.
Im integrierten Mischbehälter werden flüssige und pulverförmige Rohstoffe zum unbehandelten Vorprodukt angesetzt. Dabei können verschiedene Rührelemente verwendet werden. Die Förderung kann wahlweise durch Kreiselpumpen bei niedrig viskosen oder Verdrängerpumpen bei hochviskosen und stückigen Produkten vorgenommen werden. Durch den Einsatz von Koppelstellen mit Clampanschlüssen an einem Paneel ist eine Vielzahl von Produktbehandlungs-möglichkeiten vorhanden. Für das wärmebehandelte Produkt werden aseptische Sitzventile von GEA Tuchenhagen verwendet.
Dabei erfolgt die Überprüfung der gewählten Wege mittels Signalverarbeitung von Näherungs-initiatoren in der SPS S7 und wird mittels PC-Bildschirm oder Touch Screen visualisiert. Die Wärmebehandlung kann sowohl über Röhrenwärmeaustauscher von GEA TDS als auch über Plattenwärmeaustauscher von GEA Ecoflex erfolgen, optional auch mittels Schabewärmetauscher.
Die Wärmebehandlung umfasst die Schritte Anwärmung, Erhitzung, Hocherhitzung, Kühlung und Tiefkühlung. Dabei werden durch die SPS für jeden einzelnen Schritt die Durchflussleistung, die Temperaturen und die Drücke zwischen den Wärmetauscherabteilungen erfasst, graphisch dargestellt und archiviert.Die Wärmeaustauscher sind dabei wartungsfreundlich angeordnet und können in kurzer Zeit wieder einsatzbereit sein. Der integrierte Heißhalter kann nach Kundenwunsch im Bereich von 4 Sekunden bis zu 10 Minuten die Erhitzungstemperatur konstant halten.
Ein zweistufiger Homogenisator von GEA Niro Soavi mit Homogenisierdrücken bis zu 300 bar für fetthaltige oder faserhaltige Produkte, optional auch für aseptische Homogenisierung, ergänzt diese Technikumsanlage.
Für Joghurtanwendungen kann weiterhin ein Glattziehventil in die Anlage integriert werden. Die Reinigung der Technikumsanlage erfolgt in den bekannten Schritten eines CIP Ablaufes, wobei die Dosierung der Reinigungskonzentrate wahlweise sowohl manuell als auch über die SPS gesteuert möglich ist.